Fachtagung im „impuls“ am 8. Juli

25 Jahre Kurzzeit- und Tagespflege der Stiftung Hospital

Die Stiftung Hospital veranstaltet am 8.7. um 9 Uhr im Forum des Bildungs- und Kulturzentrums „impuls“, Alter Woog 8, eine Fachtagung zum Thema „25 Jahre Kurzzeit- und Tagespflege in der Stiftung Hospital St. Wendel.
Im Anschluss an die Grußworte des Sozialstaatssekretärs des Saarlandes, Stephan Kolling, und des Bürgermeisters Peter Klär referieren Landrat Udo Recktenwald, Dr. Jürgen Stenger, Geschäftsführer der Saarländischen Pflegegesellschaft, Hospitaldirektor Dirk Schmitt, Andrea Kirsch, Leiterin der Tagespflege in St. Wendel und Sergei Rutz, Leiter der Kurzzeitpflege im Seniorenhaus Theley. Durch die Veranstaltung führt Sozialwissenschaftler Werner Göpfert-Divivier vom ISPO-Institut Saarbrücken (Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung GmbH).

Im Juli 1991 startete die Stiftung Hospital mit der Kurzzeit- und Tagespflege; die Einweihung fand am 04.12.1991 statt. Die Stiftung Hospital war zum damaligen Zeitpunkt einer der ersten Träger dieses Angebotes im Saarland (aber noch in Räumen des stationären Bereiches).

Vor 20 Jahren begann die Stiftung Hospital im Rahmen eines Bundesmodellprojektes mit dem Bau der heutigen Räumlichkeiten der Tagespflege. Inmitten der Altstadt wurde gezielt die Form der solitären Tagespflege gewählt. Die Zielsetzung war: "Raus aus der Institution und rein in die Normalität."

Im Jahr 2000 folgte die Installierung einer Tagespflege mit 8 Plätzen für dementiell Erkrankte als erste Einrichtung im Saarland in einem speziell auf die Bedürfnisse dieses Personenkreises umgebauten Wohnhaus in der Marienstraße. Ziel dieses Angebotes war, einen Personenkreis mit beginnender Demenz schon früh in ein heimeliges, familiennahes Umfeld einzubinden. Aufgrund fortschreitender Demenz nahm die Pflegebedürftigkeit der Gäste zu. Der Verlust der Mobilität machte den Einsatz von Rollstühlen erforderlich. Der Zugang in der Marienstraße war nicht barrierefrei. 2013 erschloss sich für die Stiftung die Möglichkeit, neue Räumlichkeiten im Gebäude der bestehenden Tagespflege zu beziehen. „Alles unter einem Dach“ war laut der Leiterin der Tagespflege, Andrea Kirsch, der Leitgedanke dieser Maßnahme. Zu der Kleingruppe der ehemaligen Tagespflege Demenz Marienstraße, kamen noch weitere 2 Projekträume hinzu.

Die Vorteile liegen laut Hospitaldirektor Dirk Schmitt in der räumlichen Nähe sowie der schnellen Unterstützung. Außerdem würden Kleingruppenangebote in den Projekträumen im Rahmen der Inklusion verstärkt (gemeinsame Projekte zwischen dementiell und nicht dementiell veränderten Menschen). Zur Zeit werden in St. Wendel 24 Tagespflegeplätze vorgehalten. Über 70 Gäste besuchen die Tagepflege in unterschiedlicher Nutzungsfrequenz.

Durch die Kurzzeitpflege erfuhren pflegende Angehörige erstmalig eine Entlastung von ihrer schwierigen, oftmals bis zur Erschöpfung geleisteten Alltagsarbeit. Als zweite Einrichtung dieser Art im Saarland konnte die Stiftung mithelfen, die Pflegebereitschaft im häuslichen Bereich zu erhalten und damit drohende verfrühte Wechsel in eine stationäre Einrichtung zu verhindern.

Der im Laufe der Jahre entwickelte rehabilitative Ansatz in dem Konzept der Kurzzeitpflege ermöglichte vielen älteren Menschen, z. B. nach akuten gesundheitlichen Einschränkungen oder Krankenhausaufenthalten, wieder die Rückkehr in die eigenen vier Wände.

Gerade in der heutigen Zeit mit verkürzter Verweildauer und schnellen Entlassungen aus den Krankenhäusern und dem sozialpolitischen Schwerpunkt auf der häuslichen Pflege steigt die Nachfrage nach Kurzzeitpflegeplätzen, so dass dieses Angebot zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Altenhilfe geworden ist.

Aktuell hält die Stiftung Hospital an ihren vier Standorten in St. Wendel, Namborn, Freisen und Theley 33 Kurzzeitpflegeplätze vor, ab dem 01.01.2017 wird das Angebot um fünf weitere Plätze erweitert.