Eröffnung Familienberatungszentrum Oberthal/Namborn

Zur offiziellen Eröffnung des Familienberatungszentrums (FBZ) Oberthal/Namborn konnte Hospitaldirektor Dirk Schmitt am 8.5.2018 über 50 Gäste in Oberthal willkommen heißen.

Landrat Udo Recktenwald betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit der Sozialraumarbeit im Landkreis St. Wendel, wo die Stiftung Hospital in fünf Gemeinden aktiv ist. Für ihn war es wichtig, dass das hiesige FBZ endlich wieder „vor Ort“, also in den Gemeinden seine Tätigkeiten aufnehmen konnte.

Nach einer kleinen „Odyssee“ von Oberthal über Namborn und St. Wendel hat das Hospital in 2017 wieder mit dem FBZ in Oberthal seine Zelte aufgeschlagen, ist also zurückgekehrt zu den Wurzeln. „Das Hospital residiert jetzt in Oberthal beim König“, freute sich Bürgermeister Stephan Rausch. Sein Dank galt neben den Verantwortlichen der Stiftung Hospital auch Vermieter Christoph Ternig für seine Initiative und den Mut, der ehemaligen Gaststätte mit Saal einen neuen Glanz zu geben.

In seiner Begrüßung bezeichnete Hospitaldirektor Dirk Schmitt die Quartiersuche in Oberthal als „Glücksfall für die Stiftung“, konnte doch im Herzen Oberthals eine Kombination von Jugendwohnhaus (im Obergeschoss betreut das Hospital sechs „Unbegleitete Minderjährige Ausländer“) und Familienberatungszentrum realisiert werden. „Um ein solches Großprojekt zu realisieren bedarf es vieler Planer und Unterstützer“ so Schmitt, „mein Dank gilt unserem Vermieter Christoph Ternig für seine  Kooperation und ganz besonders dem Kreisjugendamt um Leiterin Vera Meyer. In der Interimsphase, als das FBZ kurzfristig bei der Wohnungssuche auf dem Hospitalgelände Unterschlupf gefunden hat, wurden wir seitens des Landkreises positiv begleitet und aktiv unterstützt.“

Unter den Augen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisjugendamtes, den lokalen Schulen und Kindergärten sowie weiterer zahlreicher Gäste aus Politik, Kirche und Presse stellt die Projektverantwortliche der Stiftung Hospital, Isolde Kirsch, die drei Säulen der pädagogischen Arbeit im Familienberatungszentrum vor:

Familienarbeit à Gruppenarbeit à Präventionsarbeit

 „Im Landkreis St. Wendel werden die Ideen der Sozialraumorientierung im Bereich der ambulanten und teilstationären Hilfen mit der Zielsetzung verwirklicht, ein flexibles Hilfswerk mit passgenauen Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien aufzubauen“, weiß Isolde Kirsch.

„Die Hilfen werden dabei zeitnah, zielgenau und im jeweiligen Sozialraum angeboten“, ergänzt Jugendhilfeleiterin Astrid Schmitt-Jochum.

Neben Einzelberatung für Familien, der Hilfe zur Erziehung im Team steht in der sozialen Gruppenarbeit nach einem gemeinsamen Mittagessen die Hausaufgabenbetreuung und soziale Interaktion im Vordergrund.

„Insbesondere für sportliche Aktivitäten benötigen wir 8 Roller für unsere Kids“, so Kirsch, „das Mitarbeiterteam vor Ort freut sich über jede Unterstützung.“

Über  die „Schoolworker“  werden Kooperationen mit lokalen Schulen und Kindergärten angestoßen; hieraus entstehen u. a. Projekte wie Konzentrationstraining, Umgang mit Emotionen und „Lernen lernen“.

Vor Ort arbeiten:

Nadine Grewe, Vera Bost-Monshausen, Regina Leinen, Eva Müller, Shari Schweig, Maria Meyer und Heidrun Fegert; als Projektleitung fungiert Isolde Kirsch.

Alle pädagogischen Mitarbeiterinnen verfügen neben ihrer sozialpädagogischen Ausbildung über umfassende Fachkenntnisse und Zusatzqualifikationen in Traumapädagogik, Familienaktivierung, Marte Meo und Flüchtlingsintegration.